Quartiershof „Am Leipziger Tor“

ProduktiveStadtlandschaft
Zukunftsidee: Energieband und Urbane Landwirtschaft
Bewirtschaftung von Stadtumbauflächen mit nachwachsenden Rohstoffen und Produktion gesunder Lebensmittel

„Die neue Stadtlandschaft produktiv machen: ein Quartiershof für den Dessauer Stadtteil Am Leipziger Tor“

In schrumpfenden Städten haben wir es mit einem besonderen Phänomen zu tun. Was bisher ein Mangel war, ist plötzlich zu viel da, nämlich Landschaft und Freiraum. Dieser Freiraum soll produktiv gemacht werden: für urbane Landwirtschaft und den Anbau nachwachsender Rohstoffe in unmittelbarer Nachbarschaft zu städtischen Quartieren. Die Idee des Quartiershofs zielt darauf, solche Strategien der Nah- und Selbstversorgung mit gesunden Nahrungsmitteln und erneuerbaren Energien an einem konkreten Ort, dem Dessauer Quartier Am Leipziger Tor, praktisch zu erproben. Was entsteht, ist eine Art urbane Farm und ein neuartiger Lernort, in dem ökonomische Wertschöpfung mit Bildungs- und Sozialarbeit verknüpft wird.

Das Projekt wurde im Frühjahr 2013 nach einem mehrstufigen erfolgreichen Auswahlverfahren in das Neulandgewinner-Programm der Robert Bosch Stiftung aufgenommen. Initiator und Projektträger ist die Stiftung Bauhaus Dessau (www.bauhaus-dessau.de/urbanefarm.html). Die Gründung eines Unternehmernetzwerks wurde über das Programm „Demografie – Wandel gestalten“ des Landes Sachsen-Anhalt unterstützt.

 

Film zum Projekt „Der Quartiershof als urbane Farm und neuartiger Lernort“:

Film mit unserer Fiktion „Urbane Farm 2018“:

Und das Buch zum Projekt:

Im Buch wird die Vision von einer „Stadt als Urbanem Gartenreich“ – am Beispiel von
Dessau – entworfen. In vier Kapiteln wird herausgearbeitet, wie die langfristige Vision einer postfossilen Stadtentwicklung aussieht, wer die Akteure produktiver Stadtlandschaften sind und welche neuen Methoden und Instrumente wir für eine solche „ökologische“ Stadtentwicklung brauchen. Das weist weit über Dessau hinaus. „Die Stadtentwicklung der Zukunft braucht andere Strukturen als wie wir sie jetzt kennen – nicht partizipative, sondern aktivierende, damit die Bürger selbst Verantwortung für den städtischen Raum übernehmen können“ , heißt es. „Unsere Art von Planung verändert sich dabei. Wir planen nicht mehr etwas fertig, das dann zur Abstimmung geht. Sondern wir geben Impulse und setzen damit einen schöpferischen Prozess in Gang.“ Wie so etwas funktioniert, welche Methoden und Instrumente der Planung in Dessau angewendet wurden, wird im Buch beschrieben und lädt zum Nachahmen ein.

Mit dem Projekt Urbane Farm wird die ganze Vielfalt möglicher Lösungen vorgestellt. Und der Blick in die Zukunft gerichtet. Urbane Landwirtschaft und Energiebänder zwischen Stadtinseln, das Quartier als Energieproduzent, solar beheizte Sonnenhäuser, in denen Wohnen und Arbeiten in Gemeinschaft mit einem sozialen Mehrwert für das Quartier verknüpft ist, all das sind Ziele und Vorhaben, die die Vision von einer „Stadt als Urbanem Gartenreich“ lebendig machen.

Angaben zum Buch:
Heike Brückner
Produktive Stadtlandschaft.
Inwertsetzung von Stadtbrachen für einen erweiterten Energiebegriff.
Im Auftrag der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt (LENA)
Magdeburg 2016

148 Seiten und mehr als 50 farbige Zeichnungen und Fotos

Das Buch kann gern bei uns bestellt werden, e-Mail reicht: kontakt@urbane-farm.de

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